Sonntag, 17. Dezember 2017

BLOGTOUR "Die Wolkenfischerin" - Bienvenue in der Bretagne: Andere Länder, andere Sitten - Kurioses aus Frankreich


Morgen erscheint beim Goldmann Verlag endlich Die Wolkenfischerin, der neue Roman von Claudia Winter! Damit neigt sich unsere Blogtour nun dem Ende zu. Bevor jedoch der Vorhang gehoben wird und das große Finale mit einem unglaublich tollen Gewinnspiel endet, möchte ich euch zwei kuriose bretonische Gepflogenheiten verraten, die den Charme des Landes bzw. der Region ausmachen.

Wenn ihr euch noch einmal vor dem Release auf Die Wolkenfischerin einstimmen wollt oder ihr einige Beiträge verpasst habt, hier noch einmal unsere Zwischenstopps im Überblick:

12.12. Buch- und Autorenvorstellung + Gewinnspiel 
           auf Frau Antje's Bücherecke & Co.
13.12. Nachgebacken: Maelys' Gâteau Breton 
           auf Katjas Bücher und Rezepte
14.12. Die Bretagne 
           auf C'est l'amour
15.12. Interview mit Autorin Claudia Winter 
           auf Frau Antje's Bücherecke & Co.
16.12. Warum man Claudia Winters Romane gelesen haben sollte 
           auf Giselas Lesehimmel
17.12. Andere Länder, andere Sitten - Kurioses aus Frankreich 
           auf Buntes Tintenfässchen
18.12. Gewinne einen kulinarischen Leseabend bei der Autorin 
           auf RoRezepte

© Buntes Tintenfässchen
Was ich persönlich an Claudia Winters Romanen so schön finde, ist, dass sie mich gedanklich immer an die Schauplätze ihrer Geschichten entführt. Sie fängt die Atmosphäre des Landes und die Mentalität seiner Einwohner immer wunderbar ein. Getreu dem Motto "Man kann nur von dem schreiben, was man kennt" lernt sie vor dem Schreiben das Land und die Menschen live und in Farbe kennen (manche würden es auch als Urlaub bezeichnen 😉), um einen authentischen Eindruck zu vermitteln. Dadurch erfährt sie von Eigenheiten, die in keinem Reiseführer zu finden sind - und die fließen auch in ihre Romanen ein.
Beim Lesen der Wolkenfischerin wird man sehr gut über die Bretagne, jene Region Frankreichs, aus der die Protagonistin Claire Durant stammt, informiert. Unter anderem lernt man eine charmante Tradition der Bretonen kennen, welche auch für die Handlung von zentraler Bedeutung ist. Um euch nicht zu viel zu verraten, gehe ich nicht ins Detail. Stattdessen erzähle ich euch von zwei anderen Gebräuchen, die in der Bretagne, speziell in Monguériec, normal sind, in Deutschland aber möglicherweise eher ein Stirnrunzeln hervorrufen - zumindest, wenn ich von mir ausgehe.

➼ Krabben-Bingo
Statt Papier und Stift braucht man hier ein quadratisches, eingezäuntes Feld mit nummerierten Öffnungen, das als Arena dient, und eine Krabbe. Die Teilnehmer setzen Geld auf ein Tor, dann wird eine Krabbe in die Mitte des Feldes platziert. Gewonnen hat derjenige, durch dessen Tor der Krebs krabbelt. Der Preis ist ein nicht gerade kleines Schalentierchen, das man mit nach Hause nehmen darf (siehe Fotos). 

© Copyright Claudia Winter
© Copyright Claudia Winter
© Copyright Claudia Winter
 
Schneckenweitspucken
Dass Schnecken in Frankreich als Delikatesse gelten, dürfte den meisten bekannt sein. Dass sie Bestandteil einer Sportart sind, vielleicht eher weniger. Jedes Jahr findet im Juli im Fischerort Moguériec (dem Handlungsort der Wolkenfischerin) die Weltmeisterschaft im Schneckenweitspucken statt. Die Teilnehmer nehmen eine kleine schwarze Schnecke in den Mund, positionieren sich auf einer Sandbahn - ähnlich der beim Weitsprung - und spucken sie möglichst weit. Der Gewinner wird mit einem Pokal geehrt. Rekordhalter der Männer ist der Einheimische Alain Jourdan, der seine Schnecken über 10 Meter weit befördert.
Tierschützer dürfen aber beruhigt aufatmen: Nach dem Wettbewerb werden die Schnecken wieder zurück an den Strand gebracht - wenn man sie nicht versehentlich verschluckt. 
(Quelle: Spiegel Online)
© Copyright Claudia Winter

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Kennt ihr weitere befremdliche, süße oder ungewöhnliche Traditionen aus Frankreich oder anderen Ländern? Dann teilt sie uns gerne in den Kommentaren mit! Ich bringe gerne Neues über andere Völker in Erfahrung - vor allem, weil ich selbst noch nicht so viel herum gekommen bin, wie ich es mir wünschen würde.

9 Kommentare:

sommerlese hat gesagt…

Hallo,

vielen Dank für diese interessanten Einblicke. Krabben-Bingo finde ich ja noch toll, aber Schneckenspucken ist wohl eher nicht mein Fall! ;-)
Ich habe das Buch auch schon hier liege, bin sehr gespannt darauf.

LG Barbara

Jennifer Siebentaler hat gesagt…

Auf Anhieb fällt mir da nichts bestimmtes ein-trotzdem ich fan von so außergewöhnlichen schoki und süß und backwaren kram bin! Ich mag total auch die kleinen süßen Petit Fours und Macarons . :-)
VLG jenny

Anja Schmidt hat gesagt…

Hallo Svenja,

bei und gibt es immer mal wieder Hammelkegeln und der Gewinner darf dann einen Schlachthammel mit nach Hsuse nehmen. Ansonsten habe ich schon einmal von Stiefelweitwurf gehört, kann mich aber gerade nicht erinnern, wo dieser Wettbewerb stattfindet. Es ist immer wieder spannend, was sich dir Leute alles einfallen lassen.

Liebe Grüße
Anja

coala hat gesagt…

Haha, das sind ja in der Tat sehr kuriose Gepfogenheiten, die sicherlich lustig anzusehen sind, wenn man mal als Tourist vor Ort ist. Ich kannte bisher keine davon, aber halte bei einem möglichen Besuch der Region auf jeden Fall Ausschau danach.
Auf jeden Fall habe ich jetzt noch mehr Lust auf das Buch!

Liebe Grüße und eine schöne Weihnachtszeit
Claudia

Katharina P. hat gesagt…

Hallo Barbara,
dann wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Lesen. Bin sehr gespannt, wie es dir gefällt :-)

LG Katha

Katharina P. hat gesagt…

Hallo Anja,
Stiefelweitwurf hab ich tatsächlich auch schon mal gehört. Ich glaube, das war in Skandinavien üblich. Ich hab auch mal irgendwo gelesen, dass man in England dem (wegfahrenden) Brautpaar früher Schuhe hinterhergeworfen hat. Das sollte Glück bringen, weil man mit jedem Treffer die bösen Geister vertrieben hat oder so ähnlich. Ich glaube allerdings, dass das nicht mehr üblich ist^^
Wie sieht denn Hammelkegeln genau aus? Sind da echte Hammeln mit im Spiel oder sind die lediglich der Preis?

LG Katha

Katharina P. hat gesagt…

Hallo Jenny,
ja, kulinarische Besonderheiten eines Landes sind nochmal ein eigenes Thema. Da könnte ich ja Unmengen dazu schreiben. ich probiere total gerne typische Landesspeisen aus. In den meisten Fällen finde ich sie sogar leckerer als die deutsche Küche - sofern es keine Schnecken sind ;-)

LG Katha

Anja Schmidt hat gesagt…

Hallo Katha,

beim Hammelkegeln wird normal gekegelt und die Hammel sind der Preis. Wäre den armen Tieren gegenüber sonst grauselig :)

LG Anja

Katharina P. hat gesagt…

Liebe Claudia,
live stelle ich mir das auch noch viel skuriller vor, als nur davon zu lesen. Ich hoffe, du hast Glück und erlebst das Spektakel mit.
Hast du denn schon konkret einen Urlaub in der Bretagne geplant oder steht das bisher einfach auf deiner To-Do-Liste?

LG Katha

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