Montag, 25. Dezember 2017

DIES & DAS: Das war mein 2017!



Bevor wir in den nächsten Tagen unseren buchigen Jahresrückblick starten, möchte ich vorher noch ganz allgemein mein Jahr 2017 Revue passieren lassen. Für mich war es ein ziemlich turbulentes Jahr mit allzu vielen Höhen und Tiefen - manchmal hatte ich das Gefühl, vom einen großen Glücksmoment mit Lichtgeschwindigkeit direkt in die nächste Katastrophe zu schlittern. Und manchmal hat mich das ganz schön mitgenommen. Aber hey, das Jahr ist geschafft und damit kann ich viele Dinge hinter mir lassen und nochmal ganz neutral zurückblicken.
Beim Skifahren den Wind um die Nase spüren

Das Jahr begann (fast schon traditionell) mit einem Familienurlaub in Österreich (berichtet habe ich euch davon in dem Beitrag *Unterwegs in Österreich - Skiurlaub 2017*). Wir sind (wenn auch nicht unbedingt versierte) passionierte Skifahrer und Snowboarder, lieben das Gefühl, die Piste hinunter zu brausen und sich an einem heißen Glühwein oder Kakao die Hände zu wärmen. Außerdem sind wir echte Österreich-Fans und fahren beinahe jedes Jahr in dieses traumhafte Land. Es war also auch dieses Jahr fast schon wie Heimkommen. Und diesmal wurden wir sogar mit reichlich Schnee und tieferen Temperaturen belohnt, als wir uns das vielleicht gewünscht hätten. Ich fing mir also eine fiese Erkältung ein und trotzdem bleibt mir dieser Urlaub wieder als besonders schön und einzigartig in Erinnerung. Ich genieße einfach zu gerne die Zeit mit meinen Eltern und meinem Bruder - und ja, auch mit 25 (noch) fahre ich supergerne mit meiner Familie in den Urlaub. Wer das nicht tut, dem entgeht definitiv so einiges ;)






















Wieder einmal Leipziger Buchmesse

So ganz ohne Bücher geht's natürlich nicht, denn selbstverständlich ist die Leipziger Buchmesse im März absolutes Pflichtprogramm. Auch dieses Jahr waren wieder jede Menge Highlights dabei - von meinem ersten Face-to-Face Interview mit der SP-Autorin Mary Cronos über Schlange Stehen bei Fitzek und eine fantastische Lesung mit Firas Alshater bis hin zum alljährlichen Leser- und Bloggertreff von Lovelybooks.de und der ersten Leipziger Drachennacht vom Drachenmond Verlag. Ich war super happy - mein Konto nicht. Aber so what, es war großartig. Nochmal nachlesen könnt ihr übrigens in den Beiträgen *Unterwegs auf der Leipziger Buchmesse 2017 #1* und *Unterwegs auf der Leipziger Buchmesse 2017 #2*.













Von Jobs, die einen mürbe machen

Gleich zu Beginn hielt 2017 also zwei große Highlights für mich bereit. Aber so fantastisch ging es vor allem in der Jahresmitte leider nicht weiter. Ihr erinnert euch vielleicht noch, dass ich einige Woche lang meine Beiträge mit der linken Hand geschrieben habe (ja, das habe ich wirklich). Nicht weiter schlimm, sowas kommt vor - vor allem, wenn man gefühlt rundum die Uhr tippt, tippt und nochmal tippt. Allerdings läutete das Ganze für mich den Anfang vom Ende in dem Unternehmen ein, in dem ich damals beschäftigt war. Warum ich dort sowieso alles andere als glücklich war, habe ich mir ja schon in dem Beitrag *Dobby ist jetzt ein freier Elf* von der Seele geschrieben. Allerdings habe ich immer noch eine ungeheure Wut im Bauch, wenn ich an die ganze Sache zurückdenke und vor allem auch, wenn ich aktuelle Storys aus eben jenem Unternehmen höre. Das Arbeiten dort hat mich unheimlich viele Nerven gekostet und mich gleichzeitig irgendwie gleichgültig gemacht. Deswegen bin ich super froh, dass ich am Ende einen Schlussstrich ziehen konnte. Jetzt wünsche ich meinen ehemaligen Kollegen so so sehr, dass sie auch ganz bald etwas Neues finden und diesen ganzen Mist hinter sich lassen können. Und mit diesem Absatz mach ich jetzt genau das. Auf Nimmerwiedersehen, [...] GmbH.


Italien, ich komme!

Aufgebaut hat mich nach dem ganzen Hin und Her und der frustrierenden Jobsuche (genauso lief das nämlich: *2 von 11 - Der ganz normale (Bewerbungs-)Wahnsinn*) wieder einmal ein großartiger Urlaub, von dem ich euch zu meiner Schande noch gar nicht ausführlich berichtet habe. Ich versuche mal, mich jetzt so kurz wie möglich zu halten. :D 

Zusammen mit meinen Eltern und (Prämiere!) meinem Freund ging es Ende August in eines meiner absoluten Herzensländer: Italien. Ein Stadtbummel durchs wunderschöne Venedig und danach 1 Woche lang Entdecken und Relaxen in der Toskana. Wir hatten dort eine wirklich atemberaubende Unterkunft - ein historisches Kloster weit oben auf einem Hügel. SO muss man die Toskana genießen. Und das haben wir getan - wir haben Pizza, Pasta und Mozzarella gefuttert bis zum Umfallen, sind ein zweites Mal durch Florenz geschlendert, haben uns bei 40 °C im Schatten ins kühle Mittelmeer gestürzt und manches Mal ganz faul in der Hängematte gelegen und gelesen. Es macht mich immer noch wahnsinnig glücklich, wenn ich daran zurückdenke. 
















Von der Toskana aus ging es für uns anschließend noch ins atemberaubende Rom - für mich war es der dritte Besuch in der ewigen Stadt und ich bin jedes Mal aufs Neue fasziniert und begeistert. Was ich an Rom so grandios finde, ist das Zusammenspiel aus Antike und Moderne. Gefühlt an jeder Ecke stolpert man über eine antike Ruine oder eine spektakuläre Kirche und alles fügt sich so selbstverständlich ins Stadtbild ein. Ich sage euch: Rom muss man gesehen, vor allem aber erlebt haben. Ich kann euch die vielen Highlights gar nicht aufzählen oder zeigen - man denke nur an den Vatikan, den Trevibrunnen, die Piazza Navona, die Katakomben, die Engelsburg, die Tiberinsel, das Kolosseum, das alte Rom, den Circus Maximus, das Pentheon - okay, ich tu's doch :D Zwei Fotos lass ich euch noch da, alles andere würde den Rahmen sprengen :P
















Neuer Job, neue Herausforderungen, neues Glück

Am 3.9. noch in Italien, am 4.9. am neuen Schreibtisch in Halle. Im September habe ich meine neue Stelle angetreten - bei einem Unternehmen, das mich vom Vorstellungsgespräch an begeistert und vor allem gereizt hat. Ich bin wieder Content-Managerin, diesmal aber arbeite ich in einem wirklich tollen Team, hatte schon die ein oder andere Herausforderung zu meistern und kann endlich wieder kreativ sein. Was es bedeutet, wenn man als Arbeitnehmer ernst genommen und wertgeschätzt wird - das merke ich jetzt zum ersten Mal richtig. Und es ist ein tolles Gefühl. Ich bin jedenfalls glücklich, trotz des kleinen Wermutstropfens. Der Arbeitsweg nämlich kann einen echt fertig machen (Leipzig-Halle, Halle-Leipzig ist zum Pendeln eine wirklich grauenhafte Strecke). Aber: Das Glück war uns noch einmal hold und dank eines Tipps meiner Kollegin konnte im Oktober auch mein Freund in einem Unternehmen in Halle anfangen. Endlich in dem Bereich, in dem er seit Jahren arbeiten wollte. Fast schon zu viel des Guten, aber wir freuen uns immer noch tierisch über diesen glücklichen Umstand.

Schubsen, Drängeln, Hetzen: Das war die Frankfurter Buchmesse 2017

Die Frankfurter Buchmesse 2017 war für mich kein so klares Highlight wie zuvor die LBM. Ich empfand die Organisation dieses Jahr als unter aller Kanone (mehr Details unter *Unterwegs auf der #FBM17*) und auch die Drachennacht fand ich nicht ganz so cool wie die Leipziger Veranstaltung. Nichtsdestotrotz habe ich mich natürlich an Büchern tot geschleppt und den ein oder anderen Autoren getroffen - schlecht reden will ich bei aller Liebe nichts. Außerdem finde ich es großartig, zusammen mit meiner Mutti die heiligen Hallen zu erkunden und deswegen wird mich mein Weg sicherlich auch 2018 nach Frankfurt führen. Dennoch: Die Leipziger Buchmesse ist und bleibt mein klarer Favorit. <3


Bye, bye Familienkutsche :(

Ende Oktober setzte nach all diesen glücklichen Erlebnissen noch einmal eine Talfahrt ein. Auf dem Weg zur Arbeit hat mich beim Spurwechsel ein LKW übersehen und mich volles Ballett in die Leitplanke geschoben (Gott sei Dank nicht auf der Autobahn, sondern auf der Hochstraße in Halle). Ich war zum Glück nur leicht verletzt, aber das Auto... das Auto. Ich werde immer noch traurig, wenn ich dran denke. Ich weiß, es ist nur ein Blechschaden und das Auto war schon alt. Aber es war unser zuverlässiges Familienauto gewesen, seit 2002. Wir waren damit in so vielen Urlauben, haben damit so viel erlebt und auch wenn es in naher Zukunft sicherlich eh über den Jordan gegangen wäre - so ein Ende habe ich ihm nicht gewünscht. Es hat mir sehr sehr weh getan, den guten alten Astra so demoliert zu sehen. Ich bin natürlich glücklich darüber, dass der Unfall sowohl für mich als auch für den LKW-Fahrer so glimpflich ausgegangen ist, und ich bin meinen super hilfsbereiten und besorgten Kollegen super dankbar, aber dem Astra - dem weine ich vielleicht noch ein kleines Weilchen hinterher. Mach's gut, treuer Gefährte...

Und sonst so?

Abgesehen von diesen glücklichen, traurigen, nervenzehrenden und einzigartigen Momenten habe ich mich 2017 wieder über viele Dinge gefreut, die man manchmal vielleicht für selbstverständlich hält. Aber das sind sie nicht. Seit mittlerweile 9 Jahre habe ich meinen Freund an meiner Seite und auch wenn es natürlich auch in unserer Beziehung noch so manche Turbulenzen und Reibereien gibt, sind wir doch ein eingespieltes Team und wir haben uns gemeinsam ein Leben aufgebaut, das mich unfassbar glücklich macht. Ich denke, nach 9 Jahren kann ich ganz ohne übertriebenen Kitsch von der Liebe meines Lebens sprechen. <3

Meine Katzen - ich liebe sie. Lotte (auch ein Kater übrigens) und Leopold sind die verrücktesten, liebenswertesten und knuddeligsten Fellnasen überhaupt und sie bereichern unser Leben jeden Tag aufs Neue. Ohne sie wären wir nicht komplett. Das ist einfach Fakt. Und solange wir noch keine Menschenkinder haben, sind diese beiden Tigerchen meine Babys - wobei, was heißt solange? Sie werden immer meine ersten und plüschigsten Babys bleiben.

Auch 2017 gab es wieder zahlreiche wundervolle Familienmomente. Ich bin ein Familienmensch und bin jetzt schon voller Vorfreude auf morgen - Weihnachten ist für mich nicht Stress, sondern Harmonie pur. Ich freue mich auf meine allerliebste Mama, meinen tollen Ersatzpapi, meinen verrückten Bruder, meine lieben, lieben Großeltern und einfach auf alle, die ich über die Feiertage sehe. Denn ich überschütte sowieso jeden mit Liebe, der mir über den Weg läuft - seid gewarnt!

Und meine Freunde. Ich war nie jemand, der sich mit einem großen Freundeskreis umgibt. Dafür aber liebe ich diese Handvoll Herzensmenschen, die auch 2017 wieder zu einem grandiosen Jahr gemacht hat. Meinen Freund und mein Brüderchen habe ich ja schon erwähnt (natürlich sind auch meine Eltern und meine Miezen meine Freunde!). Außerdem habe ich viel gelacht, gemeckert, gelitten und gelebt mit meinen besten Freundinnen Maria und Katha, mit meinem fantastischen Ex-Kollegen P., mit unserem liebsten Leipziger Pärchen, mit dem fantastischsten Dreiergespann bzw. meinen liebsten Ex-Kolleginnen und mit meiner guten alten Freundin Sandra, die ich leider nicht mehr so häufig sehe, wie ich es gern würde. Ich liebe euch alle und ich freue mich auf viele weitere tolle Jahre mit euch! 

Und mit euch, liebe Leser! Denn wir denken noch lange nichts ans Aufhören und werden euch unsere Meinung noch lange, lange um die Ohren hauen. Danke, dass ihr hier seid und uns begleitet. Es ist großartig mit euch!

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